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16. Oktober 2020

Schule in Zeiten von Corona

Ein Blick hinter die Schultore der Mittelschule St. Stefan ob Stainz

In den vergangenen Monaten hat das Corona-Virus nicht nur unseren Alltag verändert, sondern auch großen Einfluss auf das Schulleben genommen. Wie und ob Unterricht in Krisenzeiten dennoch gelingen kann, darüber sprechen Schüler/innen und Lehrer/innen in
diesem Artikel.


Blick ins Klassenzimmer
Es ist kurz vor 07.30 Uhr. Langsam trudeln die Schüler/innen ein. Der erste Weg führt zu einem der, beim Eingang positionierten, Desinfektionsmittelspendern. Ein Weg, der mittlerweile für alle selbstverständlich geworden ist. „Die Masken sind zwar manchmal nervig, inzwischen haben wir uns aber schon daran gewöhnt“, berichten zwei Schülerinnen der 3. Klassen. Zum Glück, denn das Tragen des Mundnasenschutzes ist im gesamten Schulgebäude verpflichtend. Erst wenn die Schüler/innen auf ihren Plätzen sitzen, darf die Maske abgenommen werden. „Sobald wir unseren Tisch verlassen, müssen wir die Maske aufsetzen. Wenn im Unterricht sowieso schon unsere Köpfe rauchen, kann man darauf schnell einmal vergessen. Unsere Lehrer/innen sind da aber sehr genau und erinnern uns immer daran“, erzählt ein Schüler der 2. Klassen. Eine Klassenkameradin fügt hinzu: „Abgesehen von den Hygienevorschriften ist der Unterricht eigentlich wie immer. Viele Lehrer/innen überlegen sich neue Methoden, so wird das Lernen lustig.“.
Vor allem ein Blick in die jüngste Vergangenheit zeigt: Jeden Tag in die Schule gehen zu müssen, ist also gar nicht soo schlimm… Das Homeschooling und das damit verbundene eigenständige Erarbeiten von Lerninhalten stellte nämlich viele Schüler/innen vor eine große Herausforderung. Obwohl der Fernunterricht natürlich auch Vorteile hatte: „Ich fand es toll, dass ich ausschlafen konnte“, schmunzelt eine Schülerin der 3. Klasse.


Blick ins Konferenzzimmer

Dass das neue Schuljahr nicht alleine vorm Laptop, sondern gemeinsam im Schulgebäude gestartet werden konnte, freut nicht nur die Schüler/innen. Auch im Konferenzzimmer herrscht positive Stimmung, und das, obwohl es viele Vorschriften einzuhalten gibt. „Natürlich ist es auch für uns Lehrer/innen eine große Herausforderung und Umstellung.
Nach der Homeschooling-Zeit ist aber eines Gewiss: Wir alle, Lehrer/innen und Schüler/innen, wissen den normalen Schulalltag nun viel mehr zu schätzen, auch wenn die Maske unser ständiger Begleiter ist.“ Auch die Schulleiterin zeigt sich zufrieden und fasst zusammen: „Es ist eine außergewöhnliche Zeit und der Schulalltag ist ein anderer geworden. Viele Veranstaltungen, Vorhaben und Projekte können leider nicht mehr stattfinden, aber wir machen das Beste daraus. Wo ein Wille, da ein Weg! Mit Kreativität, Spontanität und dem nötigen Humor werden wir gemeinsam, mit den Schülerinnen und Schülern, auch diese Zeit gut meistern. Es freut mich sehr zu sehen, dass alle ihr Bestes geben, um die Maßnahmen einzuhalten. Es ist nicht immer einfach, aber es gelingt sehr gut.“

Charlotte Klinger
Lehrerin der MS St. Stefan ob Stainz

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